Von A … wie Alfajores bis Z … wie Zitronenkekse


In der Internationalen Plätzchenbäckerei trafen sich am vergangenen Sonntag
rund 40 Teilnehmerinnen im Alter von drei bis etwa 80 Jahren im Gemeindezentrum Wilhelmskirche. Das generationenübergreifende Projekt mit interkulturellem Kennenlerncharakter findet seit einigen Jahren in einer Kooperation der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Internationalen Club Bad Nauheim statt. Gemeindepädagogin Regina Reitz (Ev. Kirchengemeinde) und Ursula Leichtweiß (ICBN e.V.) planen diese Veranstaltung für Jung und Alt mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam mit einigen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der beiden Organisationen.
Die Vorsitzende des Internationalen Clubs Ursula Leichtweiß freute sich über
den regen Zuspruch nach zweijähriger Pause und stellte die Backexpertinnen
vor, die ihre internationalen Rezepte erläuterten: Südamerikanische Alfajores,
mit Dulce de Leche (Karamellcreme) gefüllte, in Kokosflocken gewälzte
Doppelkekse, sind das Lieblingsrezept von Sigrid Dreger-Villagra-Arenas. Der
Teig für die türkischen Kaffeebohnen-Kekse soll sich „zart wie ein Ohrläppchen
anfühlen“, schreibt Bäckerin Seher Sarikaya in ihrem Rezept. Viel Freude
bereitete nicht nur den Kindern das Ausstechen von Butter-Plätzchen mit
Marmeladenfüllung unter Anleitung von Anna Hadryan. Die „Schlesischen
Pfefferkuchen“ aus der Familientradition von Margarit Kuppe kamen ebenso
gut an. „So richtig nach Zitrone schmecken sollen die weichen Zitronenkekse à
la Italiana“, betont Lara Tomasoni bei der Vorstellung ihres Rezepts. Das
Backteam in der Küche, Franziska Schmidt und Steffi Fink, hatte den Ofen für
die große Menge gebackener Plätzchen fest im Griff. So konnten nach circa
zweistündiger gemeinsamer Arbeit die leckeren Plätzchen probiert und eine
Tüte mit der internationalen Plätzchenmischung mit nach Hause genommen
werden

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Rafik Schami weist Wege aus der Gleichgültigkeit

Rafik Schami, der bekannte Schriftsteller, kommt auf Einladung des Internationalen Clubs nach Bad Nauheim. Er widmet sich in seinem Vortrag am Sonntag, den 16.10. um 17 Uhr in der Wilhelmskirche einem sowohl zeitlosen als auch brandaktuellen Thema, nämlich der Gleichgültigkeit.

Zunächst fallen uns bei der Nennung seines Namens zahlreiche Romane und Erzählungen ein, die in 32 Sprachen übersetzt wurden, sowie seine humorvolle Erzählkunst bei seinen Vorträgen.

Zugleich und im krassen Gegensatz dazu schreibt Rafik Schami offene Kritik nicht zuletzt am Regime seines ehemaligen Heimatlandes Syrien. Die Einreise dorthin bleibt ihm deshalb seit Jahrzehnten verwehrt, seine Bücher sind dort verboten.

Rafik Schami, 1946 in Damaskus geboren, wanderte 1971 in die Bundesrepublik aus. Er studierte Chemie in Heidelberg und schloss sein Studium 1979 mit der Promotion ab. Heute zählte er zu den bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Einige seiner Veröffentlichungen: Eine Hand voller Sterne (1987), Erzähler der Nacht (1989), Die dunkle Seite der Liebe (2004), Das Geheimnis des Kalligraphen (2008), Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (2011), Die geheime Mission des Kardinals (2019), Mein Sternzeichen ist der Regenbogen (2021), Gegen die Gleichgültigkeit (2021).

Seine Bücher wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Chamisso-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und dem Jugendbuchpreis der Stiftung Weltethos.

Rafik Schami ist zudem Träger des Preises „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und hat 2021 einen Essay mit dem Titel „Gegen die Gleichgültigkeit“ verfasst, der  Deutschland und „den Westen“ in den Blick nimmt. Er beginnt aus sehr persönlicher Perspektive mit einer anklagenden Gesellschaftskritik, um später zugleich durch eine Art Anleitung zu gesellschaftlichem Engagement aufzurufen.

Am Sonntag, den 16.10. wird er einen Vortrag über seinen Essay halten und anschließend die Zuhörer*innen zur Diskussion einladen.

Dieses Buch und eine Auswahl seiner Romane und Erzählungen können am Büchertisch des Weltladens im Foyer der Wilhelmskirche erworben und vom Autor signiert werden (dazu bittet Rafik Schami um das Tragen eines Mund- Nasenschutzes) und sind auch danach noch im Weltladen erhältlich. Eintrittskarten gibt es im Weltladen zum Vorverkaufspreis von 8,00 € (an der Abendkasse 10,00 €) und im Büro der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Nauheim.

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39. Internationales Fest am 3. Juli 2022 von 11 – 17 Uhr in der Trinkkuranlage

Internationale Musik und Tanzdarbietungen genießen, ins Gespräch kommen mit Menschen vieler verschiedener Nationalitäten und dazu an Ständen internationaler Gruppen und Vereine eine große Vielfalt an Speisen kennenlernen.

Das verspricht das Internationale Fest, das nach zweijähriger Pause nun in der Trinkkuranlage Bad Nauheim am Sonntag, dem 3. Juli von 11.00 bis 17.00 Uhr seine Wiederauflage feiert.

Der Internationale Club Bad Nauheim e.V. (ICBN) veranstaltet das Internationale Fest in Zusammenarbeit mit der Musikschule Bad Nauheim, gemeinsam mit vielen weiteren Vereinen.

Dies sind unter anderem Amnesty International, Arena Latina Kultur-Initiative e.V., Bad Nauheim fair-wandeln e.V., Friedberger Gesellschaft zur Förderung deutsch-irischer Verständigung, Eritreischer Verein Wetterau e.V., Freiwillige Feuerwehr Bad Nauheim e.V., IKI e.V.- Verein für Interkulturelle Kompetenz und Integration, Indonesischer Verein „Nusantara e.V.“, Jugendrotkreuz Bad Nauheim, Kinder- und Jugendarbeit der Ev. Kirchengemeinde Bad Nauheim, peace brigades international (pbi), Philippinische Gruppe Bad Nauheim, Türkisch-Islamische Gemeinde und Türkischer Sportverein Bad Nauheim e.V., Verein Lichtblick Bad Nauheim e.V. und der Verein BIZ-Bildung-Initiative-Zusammenarbeit e.V.

Die Veranstalter haben ein abwechslungsreiches internationales Musik- und Tanzprogramm für die Bühne, die Konzertmuschel der Trinkkuranlage, zusammengestellt. Kinderspiele, angeboten von Betreuer*innen des Kinder- und Jugendbereichs der Ev. Kirchengemeinde und dem Verein Lichtblick e.V., runden das Programm ab.

Bei sehr starkem Andrang appelliert der ICBN an die Eigenverantwortung der Besucher in Bezug auf Corona-Schutzmaßnahmen.

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